Ghostbusters (2016) wirkt zum Davonlaufen!

Vorab möchte ich anmerken, dass ich schon vor dem Trailer zum Ghostbusters-Reboot wenig angetan davon war. Das lag nicht daran, dass ich nicht gerne einen Nachfolger sehen würde und auch nicht am All-Female-Cast – aber an der Besetzung und den Machern, denen ich kaum zutraue, den Witz von Ghostbusters umzusetzen geschweige denn zu verstehen.

Doch schauen wir uns erstmal den Trailer an:

Ich liebe Ghostbusters! Die Geisterjäger waren ein Teil meiner Kindheit, wie für viele andere Menschen meiner Generation. Ich hab die Filme gesehen, ich hatte das Spielzeug (und auch welches selbstgebaut), ich habe die Zeichentrick-Serie The Real Ghostbusters geschaut und vor einigen Jahren halt auch Ghostbusters: The Video Game gespielt. Die beiden Originalfilme laufen bei mir heute noch mindestens einmal pro Monat, der erste Teil häufiger als das Sequel, aber sie nutzen sich einfach nicht ab. Halt ein Klassiker.

Und dann dieser Trailer. Skeptisch war ich schon im Vorfeld – ich finde es befremdlich, einen Cast zusammenstellen, der von vornherein, bevor irgendwas anderes entschieden ist, derart auf das Geschlecht festgelegt wird. Die Story sollte entscheiden, was für Charaktere es gibt! Extreme Ghostbusters hat gezeigt, dass auch weibliche Geisterjäger funktionieren und ich könnte mir auch einen All-Female-Cast vorstellen, aber doch bitte nicht derart am Reißbrett zusammengestellt. Man entscheide: Alles Frauen, schaue dann, was so im Comedy-Bereich rumläuft und BANG. Fertig ist die Katastrophe der Cast.

Der Trailer hat dann meine größte Sorge bestätigt: Der Humor ist einfach nicht meins. Ich hatte zwar tatsächlich schlimmeres erwartet, gerade von Melissa McCarthy, trotzdem ist das gezeigte Material weit davon entfernt, die Liebenswürdigkeit der originalen Geisterjäger einzufangen. Es fängt mit der überdrehten Abgehobenheit an: Ernsthaft, müssen die Knarren abgeleckt werden, nur um zu zeigen, wie Bad Ass man ist? Diese aufgezwungene Comedy („Is it the hat or the wig?„). Alles Dinge, die Ghostbusters nie nötig hatte. Der Humor war subtiler – man denke an die Szene, wenn Egon das Sedgewick-Hotel nach Geistern abscannt und dabei den Angestellten leicht zur Seite stubst. Ray, Egon und Peter im Aufzug beim Einschalten der Protonen-Packs (achtet mal drauf, wie Peter und Egon zur Seite weichen). DAS ist Ghostbusters!

Paul Feig erklärt Ghostbusters

Laut Paul Feig wird es für alles in Ghostbusters (2016) einen Ursprung geben. Angefangen beim Logo über die Gadgets bis hin zu Ecto-1. Das werte ich durchaus positiv – die alten Filme haben darauf nie viel Zeit verwendet. Vielleicht war aber auch genau das die Stärke: Feig selbst führt an, dass die Tüftlerin im Team – weiss gerade nicht mehr, wer von denen das war – öfter mit neuen Gadgets um die Ecke kommen wird, die mal funktionieren und auch mal nach hinten losgehen. Das wiederum muss einen skeptisch stimmen, werden die Fehlschläge doch unter Garantie für allerlei ach-so-lustige Comedy sorgen. Auch so etwas, was Ghostbusters nie nötig hatte. Die Sachen wurden entwickelt und funktionierten – hätte Egon jemals ein Gerät mit in den Feldeinsatz genommen, das nicht getestet ist und funktioniert (vom ersten Mal abgesehen – aber es wurde nicht für einen billigen Slapstick-Gag ausgenutzt)? Wohl eher nicht.

Ghostbusters (2016) richtet sich eindeutig an ein jüngeres Publikum. Und vielleicht können die diesem Humor und dieser überzogenen Pseudo-Bad-Ass-Attitüde tatsächlich irgendwas abgewinnen, ich kann es nicht. Da lege ich lieber nochmal die Blu-rays der beiden Originale ein oder spiele das Videospiel.


Whatever of the Year!

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Tobi und ich haben für Last Life (verdammt, wir brauchen eine offizielle Schreibweise, ich schwanke immer zwischen „LastLife“ und „Last Life“) ein Video gemacht mit unseren Games of the Year 2015. Wer es noch nicht gesehen hat, kann das hier und jetzt nachholen:

So, wer jetzt erst das Video gesehen hat, wird sich noch erinnern: Ich erwähne mal kurz Dying Light und dass dessen Entwickler, Techland, für mich im Grunde Entwickler des Jahres sind. Auf dem zweiten Platz folgt übrigens CD Projekt RED, Entwickler hinter The Witcher 3: Wild Hunt, aber das nur am Rande. Statt hier nun geile Entwickler aufzulisten, will ich lieber mal erklären, was Techland 2015 so grandioses „vollbracht“ hat.

Ein überraschender Erfolg

Zunächst mal ist da natürlich der Release von Dying Light. Das Spiel kam recht polished (mieser Wortwitz, sorry!) auf den Markt. Ist ja auch nicht so~ selbstverständlich. Blitz-Indizierung, weil ganz ganz doll böse, aber das war abzusehen. Das Gameplay, eine Mischung aus ihren Dead Island-Spielen gepaart mit den Parcours-Einlagen eines Mirror’s Edge, funktionierte entgegen meiner Befürchtungen super, der Spielverlauf wartete mit einigen Überraschungen auf… nur die Story, ja, die schwächelte gewaltig. Das hat mich wenig gestört, im Koop wie auch alleine hat das Spiel mich einfach umgehauen!

Das brachte dem Spiel einen Erfolg ein, den selbst die Macher nicht erwartet hatten. Woher ich das weiss? Einige Zeit nach Release veröffentlichten sie ein Video, auch im Spiel, in dem sie sich bei den Spielern bedankten und tatsächlich selbst fassungslos wirkten ob ihres (verdammt verdienten!) Erfolges. In dem Video gaben sie einen ersten Einblick in den größeren DLC, den sie geplant hatten und der auch Teil des Season Pass sein sollte. Doch der ließ auf sich warten und letztlich musste er verschoben werden, erst am 9. Februar 2016 werden wir diesen spielen können.

Way to my heart

Seitdem haben sie aber weiter an ihrem Spiel gefeilt und viele Verbesserungen und auch einige neue Sachen eingebaut. Nett etwa das System mit den Weapon Dockets – Codes, die sie im Rahmen von Videos, Events und zu allen möglichen anderen Gelegenheiten raushauen und die auf einer Webseite eingegeben zu Kisten mit Waffen und Ausrüstung im Spiel führen, oftmals auch sehr spezielle Dinge. Mein Herz gewannen sie aber so richtig, als sie sich des Deals zwischen Activision bzw Bungie und Red Bull annahmen. Diese hatten Codes, für die man XP und eine „epische Quest“ in Destiny (größte Enttäuschung aller Zeiten für mich!) bekam, auf Dosen des Energydrinks untergebracht. Die Reaktion der Dying Light-Macher ist dann so ziemlich der genialste PR-Schachzug, den ich bislang gesehen habe:

DyingLightWater

Was das soll? Statt den Fans teure Energydrinks anzudrehen, sagen sie: Trinkt Wasser! Durst ist real. Das Versprechen: Je mehr Leute sich beim Trinken eines Glas Wasser fotografieren (lassen) und dieses Bild unter dem Hashtag #DrinkForDLC bei Twitter posteten, desto mehr Belohnungen sollte es geben. Und wieder wurden sie von den Reaktionen ihrer Fans überrascht, denn es gab eine ganze Welle (schlechter Wortwitz Nummer 2) an Einsendungen, und so drehte Techland das alles noch eine Stufe höher: Mehr Bilder = noch mehr Belohnungen. Selbst ich, der sich eigentlich von all diesen Socialmedia-Aktionen fernhält, MUSSTE da einfach mitmachen:

PhanZeroDrinkForDLC

Und sie haben geliefert, und sie werden auch noch einige Inhalte nachliefern, die durch die Aktion „freigeschaltet“ wurden. Aber ganz ehrlich: Darum ging es nie. Zumindest mir nicht – der Stinkefinger Richtung Destiny war mir Belohnung genug. Und das bringt uns zu dem DLC, der am 9. Februar erscheinen wird.

Gehaltene Versprechen

Dieser DLC wird Dying Light: The Following heißen und er ist deutlich größer geworden, als die Entwickler ursprünglich geplant hatten. Es wäre nicht wirtschaftlich gewesen, das zum zunächst angepeilten Preis zu verkaufen, also entschied man sich, den Preis etwa 10 Euro höher anzusetzen. Und das galt auch für den Season Pass. Statt diesen nun aber still und leise im Preis zu erhöhen oder gar den DLC runterzukürzen oder den Besitzern des Season Pass mit irgendwelchen fadenscheinigen Erklärungen vorzuenthalten, gaben sie diese Änderung einige Zeit vor der Preiserhöhung bekannt. Man konnte also den Season Pass noch zum günstigeren Preis bekommen. Mehr als nur Versprechen gehalten.

Mit dem DLC zusammen erscheint aber mehr: Das Spiel kommt erneut in den Handel – als Dying Light: The Following – Extended Edition. Die Extended Edition beinhaltet einen ganzen Haufen an Überarbeitungen, die hier jetzt den Rahmen sprengen würden (verbesserte KI und Performance, neue Schwierigkeitsstufe, Items, Waffen, …). Wieder eine super Gelegenheit, die Fans der ersten Stunde erneut richtig zu schröpfen (Activision/Bungie hätten sich diese sicherlich nicht entgehen lassen!), und wieder kam: Nichts dergleichen. Dying Light wird ab dem 9. Februar einfach zur Extended Edition. Wer also das Hauptspiel samt Season Pass besitzt, bekommt all das, was auf der erweiterten Fassung im Handel zu finden sein wird.

Die sind verrückt!

Hier könnte eigentlich Schluss sein und ich meiner Liebe zu diesem Entwickler genug Ausdruck verliehen haben, aber nein! Um die Map des neuen Areals für den The Following-Addon (der Begriff trifft es eher als DLC) zu präsentieren, haben sie eine kleine Rennstrecke aufgebaut und darauf einen Wagen gesetzt, der per Twitch beobachtet und mit dem Hashtag #TweetForSpeed beschleunigt werden kann und damit immer mehr von der Karte offenbart. Verrückt? Nein, verrückt ist, was dann abging: Nachdem ein Studio-Hund, der sich mehrmals vor der Kamera zeigte, dort weggezogen wurde wie von einem Zombie, streuen die Entwickler immer wieder kleine Gags ein: Mal greift eine Zombie-Horde an, mal wird ein Entwickler wie von einem Zombie weggezerrt, … herrlich!

Man merkt einfach: Die sind positiv verrückt. Sie haben Spaß an dem, was sie da tun und sie sind immer noch überwältigt von dem Erfolg ihres Spieles. Zu Recht. Und all das (und noch viele Kleinigkeiten mehr, wie die ganzen Easter Eggs in Dying Light) machte Techland für mich zum Entwickler des Jahres 2015 und sie sind gerade dabei, sich diesen Platz für 2016 erneut zu sichern. Liebe Jungs und Mädels von Techland, ihr seid die Geilsten!


Alte Spiele überteuert neu aufgelegt

Während die Xbox One gelernt hat, Xbox-360-Spiele zu emulieren (nicht mit Abwärtskompatibilität verwechseln!), hieß es von Sony immer: „Brauchen wir auf der PS4 nicht.“. Warum auch? Man hat ja den Bezahldienst PlayStation Now – PS3-Spiele im Abo per Stream. Durch die Hintertür Star Wars: Battlefront kam dann aber doch noch eine Emulation früherer Titel – von der PS2. An sich kein dummer Zug, immerhin ist die PlayStation 2 eine, wenn nicht DIE erfolgreichste Konsole überhaupt und man kommt PlayStation Now nicht ins Revier.

Sony hielt sich zunächst bedeckt, weitere Titel werden folgen, wann und unter welchen Konditionen blieb offen. Bis jetzt! Die harten Fakten: Spiele wie etwa GTA III kosten dann schonmal 14,99 US-Dollar, man darf also von einem Preis von 14,99 Euro bei uns ausgehen. Aber kein Problem, denn man kann ja einfach die Disk… nee, vergesst es! Wenn ihr GTA III auf Disk besitzt, wird es nicht funktionieren. Okay, dann bekommt man es aber, wenn man die Version im Store für PS3 als Classic erworben hat, oder? Nö, auch nicht. Es gibt keinen Weg, der um die 14,99 Euro herumführt, wenn man GTA III (oder auch GTA: Vice City, GTA: San Andreas oder diverse andere Titel) auf der PS4 spielen will. Man KÖNNTE es mit etwas gutem Willen vielleicht mit den Zusatzfeatures rechtfertigen, die Sony den Klassikern spendiert hat: Trophy-Support, Uprendering auf 1080p und natürlich die PS4-eigenen Features wie Streaming. Und die Spiele laufen bisherigen Beobachtungen zufolge tatsächlich besser als auf der Original-Hardware. Ob das den Preis rechtfertigt, wird wohl jeder mit sich selbst ausmachen müssen. Ich jedenfalls sehe keinen Mehrwert für mich darin, 15 Euro auszugeben, um eine weitere Version der Titel der GTA-Klassiker zu haben.

Umso mehr gefällt mir den Ansatz, den Microsoft bei der Xbox One geht: Besitze ich die Disk, brauche ich diese als Legitimation, ansonsten berechtigt der Besitz des Spieles bei Xbox Live zum Download der Version auf Xbox One. Und da habe ich dann auch die Features der Xbox One drin, also Aufzeichnungen, Streaming, Screenshots, etc. Damit habe ich bereits nochmal Assassin’s Creed II durchgespielt, mich mit Just Cause 2 noch schnell auf Just Cause 3 eingestimmt und einiges mehr nochmal (an)gespielt. Und Zusatzkosten. Und dann denkt man eben auch mal darüber nach, eines der Spiele eventuell doch noch zu erwerben, die jetzt auf der Xbox One laufen und die man nicht besitzt, aber gerne mal spielen wollen würde.

Schade, Sony, aber das ist ein dämlicher Move.


Spuck’s aus!

Seit ich meine Schulung zum Fachinformatiker mache, fahre ich täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das bedingt auch mal Wartezeiten an Haltestellen, wo man mit anderen Menschen dann eben auf den Anschluss-Bus wartet. Und dabei kann man halt dann auch mal einige Verhaltensweisen beobachten, die einen verwundern. Eines, das mich seit jeher erstaunt, ist dieses Bedürfnis, wo man geht und steht erstmal hinzurotzen. Warum zum Geier tun Leute sowas?

Beobachtet das mal. Sobald die Leute etwas länger irgendwo stehen oder sitzen, wird auf den Boden gespuckt. Ganz nebenher, als sei das ganz natürliches Verhalten, fast einem Grundbedürfnis gleich. Sobald die gleichen Leute aber in einem geschlossenen Bereich – einem Gebäude oder eben dem Bus – sind, wird dieses (von den meisten Personen jedenfalls) direkt eingestellt. Das ist schonmal ein Indikator dafür, dass es wohl kein Grundbedürfnis nach Ausspucken gibt.

Was ich auf Anhieb zu dem Thema finden konnte, war eine einzige Information: Raucher spucken wohl mehr, da ihre Schleimproduktion erhöht ist. Ein anderer Artikel stellt fünf Thesen auf, warum Fußballer spucken: Als Abschluss eines Spielzugs, aus Aberglaube, Zeichen der Stärke, als Ersatz für das Schwitzen oder Todesverachtung. Selbst wenn eines davon tatsächlich der Grund sein sollte, weswegen der gemeine Fußballer den Rasen vollrotzt, so dürfte all das nicht auf die wartenden Passagiere eines Busses zutreffen. Okay, Todesverachtung vielleicht – man muss schon ein harter Hund sein, allmorgendlich sich dem engumschlungenen Kuscheln mit Fremden zu widmen. Nee, Unsinn…

Aus meiner Sicht ist das ein arg primitives Verhalten, das die ausführenden Personen dumm wirken lässt. Gut, mithin ist das weitere Auftreten gerade von Jugendlichen da auch wenig förderlich, aber gerotzt wird durch nahezu alle Altersschichten, auch das kann also nicht der ausschlaggebende Faktor sein. Bliebe also nur noch die Markierung des Reviers… womit wir wieder bei dem primitiven Verhalten wären. So oder so, es lässt Menschen extrem schlecht aussehen. Zumindest in meinen Augen.


Das Ende der Adblocker?

Ich hatte es zunächst nur am Rande wahrgenommen: BILD.de bzw der Axel-Springer-Verlag hatte begonnen, Nutzer von Adblockern von ihrer Webseite auszusperren. „Gut„, sagte ich mir, „das tangiert mich mal ziemlich peripher“ – immerhin lese ich BILD nicht. Nun haben aber auch andere Verlagshäuser einen Blick auf das neue Modell von BILD geworfen und schauen natürlich genau, wie sich das alles entwickelt, um dann mit eigenen Implementierungen an den Start zu gehen. So weit, so nachvollziehbar.

Viele Nachrichtenportale könnten sich also in Zukunft eines dreiteiligen Misch-Modells bedienen: Finanzierung durch Werbung, Abo für Werbefreiheit und Blockierung von Adblock-Nutzern. Das ist zunächst vollkommen legitim. Was mich dabei stört ist dieses Festhalten an dem Finanzierungsmodell Werbung. Natürlich müssen die Seiten Geld verdienen, Werbeeinblendungen haben sich in der jüngeren Vergangenheit aber oftmals als problematisch erwiesen: Immer wieder gab es Fälle, in denen über die Ad-Server auch Schadcode ausgeliefert wurde – auch auf großen Seiten, das betrifft also nicht nur Nutzer „zwielichtiger“ Seiten. Zudem schlucken diese Anzeigen natürlich Bandbreite und bremsen den Aufbau der Seite. Nicht vergessen werden sollte, dass manche Seiten ihre Inhalte mit Popups, selbststartenden Videos und Werbeanzeigen regelrecht zuschütten und man erstmal zig Anzeigen wegklicken muss (und dabei aufpassen muss, den kleinen „Schließen“-Knopf auch ja präzise zu erwischen, sonst öffnet sich eine andere Seite), bevor man mit dem Lesen der eigentlichen Seite beginnen kann.

Gerne können die Verlagshäuser auf das oben genannte Modell zurückgreifen – dann sollten sie aber auch sicherstellen, dass a) ihre Anzeigen nicht zu störend sind, b) für die Schadcode-Freiheit garantieren können, und c) diese Anzeigen nicht allzu ressourcenfressend ausfallen. Wenn das sichergestellt ist, wird sich auch kaum jemand beschweren, wenn Werbung eingebunden ist. So, wie es aktuell ist, wirkt es, als mache man die Seiten mit störender, aufdringlicher Werbung bewusst unattraktiv, um Abos zu verkaufen. Das ist ziemlich unsauber.

[ UPDATE ]
Gerade aktuell meldet Heise Online mal wieder einen Fall von Malvertising – also dem Versand von Malware über Werbe-Anzeigen. Betroffen soll ein ganzer Vermarkter sein, die Anzeigen unter anderem bei ebay.de, t-online.de und anderen Seiten eingeblendet worden sein. Wie man das verhindern kann? Indem man selbst den Ad-Server betreibt und genau schaut, was darüber läuft. Oder, auf Anwenderebene, eben die Installation eines Adblockers… und damit bestimmte Seiten nicht mehr besuchen zu können.


Windows 10 mit Gewalt installieren

Ich habe mittlerweile einige Installationen von Windows 10 vorgenommen – sowohl als Upgrade als auch als Clean-Install. Mit einem Laptop, auf dem bislang Windows 7 Home Premium lief, gab es aber richtige Probleme: Das Upgrade brach an unterschiedlichsten Stellen immer wieder ab, eine Installation war nicht möglich. Selbst ein Installationsversuch über einen USB-Stick, der mit dem Media Creation Tool generiert wurde, gelang nicht. Letztlich musste ich das Problem also mit Gewalt lösen…

Ich habe zunächst die Datei gatherosstate.exe aus dem Verzeichnis /sources von der Windows-10-ISO entnommen, in ein eigenes Verzeichnis geworfen und dort ausgeführt. Dadurch wird die Datei GenuineTicket.xml erstellt, welche die für die Upgrade-Berechtigung nötigen Informationen enthält. Diese habe ich gesichert und dann sauber Windows 10 auf dem Laptop installiert. Daten wurden natürlich vorher gesichert und Fragen nach dem Produkt-Key während des Installationsvorganges übersprungen. Als Windows 10 dann sauber installiert war, habe ich die Datei GenuineTicket.xml in das Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\ClipSVC\GenuineTicket kopiert und einen Neustart durchgeführt. Danach war Windows 10 dann aktiviert.

Die „Entdeckung“ dieser Lösung geht übrigens nicht auf mein Konto, sondern auf das eines Reddit-Users. Bleibt für mich die Frage, wieso Microsoft nicht offiziell diese Möglichkeit erwähnt. Mit dem Release der nächsten Version von Windows 10 dürfte das Problem aber ohnehin der Vergangenheit angehören: Wie der aktuellen Insider Preview zu entnehmen ist, lässt sich Windows 10 künftig mit einem upgradeberechtigten Key von Windows 7, 8 oder 8.1 installieren und aktiviert sich direkt. Das soll zumindest solange gelten, wie Microsoft die Möglichkeit zum kostenlosen Upgrade anbietet.


Icon-Abstand in Windows 10 per GPO

Was tun, wenn nach dem Umstieg auf Windows 10 permanent das Telefon klingelt und die Leute sich erkundigen, wie sie den gewohnten Icon-Abstand auf dem Desktop wiederherstellen können? Denn seien wir mal ehrlich: Gerade der vertikale Abstand zwischen den Icons ist enorm hoch gesetzt von Microsoft. Klar, es gibt Tools wie den Desktop Icons Spacing Controller oder auch die Möglichkeit, den Abstand einfach per Registry-Eingriff zu regeln, aber die für Admins einfachste Lösung dürfte es sein, das direkt per Gruppenrichtlinie zu regeln und so an alle User mit Windows 10 auszuliefern. Wie also vorgehen?

Die vorgenommenen Einstellungen im neuen GPO

Die vorgenommenen Einstellungen im neuen GPO

Zunächst erstellen wir ein GPO, das über Benutzerkonfiguration\Einstellungen\Windows-Einstellungen\Registrierung unter HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop\WindowMetrics folgende Registry-Eintragungen vornimmt:
1. IconSpacing bekommt den Wert 100 zugewiesen (Aktion: Aktualisieren)
2. IconVerticalSpacing bekommt den Wert 75 zugewiesen (Aktion: Aktualisieren)
Natürlich gehen auch andere Werte, das sind aber so meine bevorzugten Einstellungen. Weiter geht es mit einem WMI-Filter für dieses GPO, das Windows 10 erkennt. Die Syntax dazu lautet:

SELECT * FROM Win32_OperatingSystem WHERE Version LIKE "10.0%" AND ProductType = "1"

Das ganze Konstrukt verknüpfen wir mit der entsprechenden Organisationseinheit (OU) und beim nächsten Login sollte der Icon-Abstand dann bei den Nutzern wieder passen. Aber Vorsicht: Durch die Änderung werden die Icons erstmal wieder automatisch arrangiert – da muss der Nutzer also nochmal per Hand ran.

Als Lösung würde auch ein Login-Skript funktionieren, das eine entsprechende .reg-Datei ausführt. Den Weg über die Gruppenrichtlinien finde ich aber deutlich eleganter…


Windows 10 und RSAT

Update 27.11.2015:
Mittlerweile gibt es die Remote Server Administration Tools für Windows 10 auch auf Deutsch, damit sollten die Probleme der Vergangenheit angehören. Zum Download bei Microsoft geht es hier.

Ursprünglicher Post:
System-Administratoren wissen die Remote Server Administration Tools (RSAT) zu schätzen. So auch ich – zumindest unter Windows 7. Zwar hat Microsoft mittlerweile die finale Version der RSAT für Windows 10 veröffentlicht, nur installieren konnte ich sie nicht. Der Installer läuft in Sekundenschnelle durch und meldet einen Erfolg, installiert ist jedoch nichts. Ein Problem, das mir einiges Kopfzerbrechen bereitet hat – bis ich auf die Lösung gestoßen bin. Ehre, wem Ehre gebührt: Die Lösung verdanke ich Bents Blog, hier geht es zu dem entsprechenden Beitrag.

Schon vorher hatte ich rausgefunden, dass eine Installation voraussetzt, dass Englisch (US) als Anzeigesprache installiert ist. Nur: Zwar ließ mich Windows dieses installieren, gebracht hatte es aber nichts. Wie auch im Blogpost beschrieben wollte die Anzeigesprache irgendein Update, bekam es aber nicht. Also diese wieder rausgeworfen und dem beschriebenen Weg gefolgt. Grob zusammengefasst:

1. Sprachpaket für Englisch (US) runterladen
2. lpksetup per Eingabeaufforderung starten
3. die entpackte Sprachdatei auswählen und installieren lassen (kann ein paar Minuten dauern)
4. Neustart
5. Installation der RSAT
6. Neustart
7. Weltherrschaft

Na gut, der letzte Punkt war gelogen, der Rest aber lief geschmeidig durch und ich kann nun auch über Windows 10 die RSAT verwenden. Der Weg ist ohne Zweifel umständlich, zumal es mir das halbe Startmenü zerfetzt hat, aber bis es eine deutsche Sprachfassung der RSAT gibt, muss es eben so gehen. Übrigens werden neuerdings einfach direkt ALLE Bestandteile der RSAT installiert – wer da ausmisten will, kann dies wie gewohnt über die Windows-Features machen.


Kuriose Controller-Eigenheiten

Es begann irgendwann Samstag Nacht: Mir fiel auf, dass mein Xbox-One-Pad – obwohl voll geladenes Akku-Pack drin war – gelegentlich einfach ausgegangen ist. Sonntag Mittag nahmen diese Probleme dann Überhand, das Pad ging bei einem Match in NHL 16 immer wieder aus. Auch der Anschluss an das USB-Ladekabel half nur kurz, irgendwann ging gar nichts mehr. Anderes Pad probiert, mit dem gleichen Akku-Pack – alles bestens. Also erstmal Spielpause eingelegt und den scheinbar defekten Controller näher untersucht.

Erste Erkenntnis nach etwas Rumprobieren: Die Xbox-Taste leuchtet bei Druck leicht auf, aber nicht ansatzweise so stark, wie sie es sollte. Also geschaut, wie sich das Pad öffnen lässt. Zum Glück bin ich da im Internet schnell fündig geworden, hatte keine Lust da jetzt groß den Weg selbst rauszufinden. Die Seitenblenden abnehmen, die fünf Torx-Schrauben rausgeschraubt und das Gehäuse abgenommen. Sichtbare Schäden wies das Innenleben keine auf, also direkt mal das USB-Kabel wieder angeschlossen. Und siehe da: Das Pad funktionierte. Mit diesem Skelett in der Hand spielte ich dann nochmal und das Pad spielte mit, es ging nicht mehr aus.

Also das Gehäuse wieder dran, Torx-Schrauben rein und Seitenteile anclipsen. Es funktionierte weiterhin. Bis mir auffiel: Der rechte Trigger war nicht korrekt im Gehäuse und blockierte. Mit etwas sanftem Dtuck habe ich ihn reinbefördert… und das Licht am Xbox-Taster erlosch. Also Seitenteil ab, Pad funktionierte wieder, dann Seitenteil direkt richtig montiert und seither macht das Pad, was es sollte.

Ist vermutlich keine dauerhafte Lösung, eher sowas wie die Ratschläge zum Beheben des Red Ring of Death an der Xbox 360, die einer Voodoo-Session nahekamen. Zur Not muss ich halt auf den zweiten Controller ausweichen und mir einen weiteren als Ersatz zulegen, aber momentan tut es mein Haupt-Controller wieder.


Die Wiedergeburt einer Legende

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an phanzero.org – diese Domain hatte ich früher für meinen „Blog des Wahnsinns„. Irgendwann hatte ich das Interesse daran verloren und die Domain einfach verfallen lassen – sie fiel dann irgendwann Domain Tradern in die Hände und war weg. Ähnliches erlebte ich Jahre zuvor schon mit einer anderen Domain: phanzero.de. Die war nun aber wieder frei und ich habe sie mir direkt geschanppt und diesen Blog hier eröffnet. Ist noch nicht viel zu finden hier, aber das wird schon noch.

Worum soll es hier gehen? Wer den alten Blog kennt, der kennt die Themenwahl schon etwas, daran hat sich auch nicht viel geändert: Videospiele, Programmierung, Technikgeblubber, Nerdstuff, Filme, … was mich halt so interessiert. Wegfallen wird in jedem Fall das „Gebashe“ (O-Ton Nino Kerl) gegen die GamePro – die lese ich seit Jahren nicht mehr, deren Eskapaden sind mir also ziemlich egal. Links zu meinen Artikeln bei GameRadio.de machen auch keinen Sinn mehr, die Seite ist auf Eis gelegt und könnte jeden Tag vom Netz sein. Aber was ich bei LastLife.de treibe, wird hier sicherlich das ein oder andere Mal Erwähnung finden.

Ich lasse das jetzt erstmal hier so stehen. Die Tage werde ich noch die „Über mich“-Seite mit Inhalt füllen, dann habt ihr da ein runderes Bild. Bis dahin, haut rein!