Spuck’s aus!

Seit ich meine Schulung zum Fachinformatiker mache, fahre ich täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das bedingt auch mal Wartezeiten an Haltestellen, wo man mit anderen Menschen dann eben auf den Anschluss-Bus wartet. Und dabei kann man halt dann auch mal einige Verhaltensweisen beobachten, die einen verwundern. Eines, das mich seit jeher erstaunt, ist dieses Bedürfnis, wo man geht und steht erstmal hinzurotzen. Warum zum Geier tun Leute sowas?

Beobachtet das mal. Sobald die Leute etwas länger irgendwo stehen oder sitzen, wird auf den Boden gespuckt. Ganz nebenher, als sei das ganz natürliches Verhalten, fast einem Grundbedürfnis gleich. Sobald die gleichen Leute aber in einem geschlossenen Bereich – einem Gebäude oder eben dem Bus – sind, wird dieses (von den meisten Personen jedenfalls) direkt eingestellt. Das ist schonmal ein Indikator dafür, dass es wohl kein Grundbedürfnis nach Ausspucken gibt.

Was ich auf Anhieb zu dem Thema finden konnte, war eine einzige Information: Raucher spucken wohl mehr, da ihre Schleimproduktion erhöht ist. Ein anderer Artikel stellt fünf Thesen auf, warum Fußballer spucken: Als Abschluss eines Spielzugs, aus Aberglaube, Zeichen der Stärke, als Ersatz für das Schwitzen oder Todesverachtung. Selbst wenn eines davon tatsächlich der Grund sein sollte, weswegen der gemeine Fußballer den Rasen vollrotzt, so dürfte all das nicht auf die wartenden Passagiere eines Busses zutreffen. Okay, Todesverachtung vielleicht – man muss schon ein harter Hund sein, allmorgendlich sich dem engumschlungenen Kuscheln mit Fremden zu widmen. Nee, Unsinn…

Aus meiner Sicht ist das ein arg primitives Verhalten, das die ausführenden Personen dumm wirken lässt. Gut, mithin ist das weitere Auftreten gerade von Jugendlichen da auch wenig förderlich, aber gerotzt wird durch nahezu alle Altersschichten, auch das kann also nicht der ausschlaggebende Faktor sein. Bliebe also nur noch die Markierung des Reviers… womit wir wieder bei dem primitiven Verhalten wären. So oder so, es lässt Menschen extrem schlecht aussehen. Zumindest in meinen Augen.


Das Ende der Adblocker?

Ich hatte es zunächst nur am Rande wahrgenommen: BILD.de bzw der Axel-Springer-Verlag hatte begonnen, Nutzer von Adblockern von ihrer Webseite auszusperren. „Gut„, sagte ich mir, „das tangiert mich mal ziemlich peripher“ – immerhin lese ich BILD nicht. Nun haben aber auch andere Verlagshäuser einen Blick auf das neue Modell von BILD geworfen und schauen natürlich genau, wie sich das alles entwickelt, um dann mit eigenen Implementierungen an den Start zu gehen. So weit, so nachvollziehbar.

Viele Nachrichtenportale könnten sich also in Zukunft eines dreiteiligen Misch-Modells bedienen: Finanzierung durch Werbung, Abo für Werbefreiheit und Blockierung von Adblock-Nutzern. Das ist zunächst vollkommen legitim. Was mich dabei stört ist dieses Festhalten an dem Finanzierungsmodell Werbung. Natürlich müssen die Seiten Geld verdienen, Werbeeinblendungen haben sich in der jüngeren Vergangenheit aber oftmals als problematisch erwiesen: Immer wieder gab es Fälle, in denen über die Ad-Server auch Schadcode ausgeliefert wurde – auch auf großen Seiten, das betrifft also nicht nur Nutzer „zwielichtiger“ Seiten. Zudem schlucken diese Anzeigen natürlich Bandbreite und bremsen den Aufbau der Seite. Nicht vergessen werden sollte, dass manche Seiten ihre Inhalte mit Popups, selbststartenden Videos und Werbeanzeigen regelrecht zuschütten und man erstmal zig Anzeigen wegklicken muss (und dabei aufpassen muss, den kleinen „Schließen“-Knopf auch ja präzise zu erwischen, sonst öffnet sich eine andere Seite), bevor man mit dem Lesen der eigentlichen Seite beginnen kann.

Gerne können die Verlagshäuser auf das oben genannte Modell zurückgreifen – dann sollten sie aber auch sicherstellen, dass a) ihre Anzeigen nicht zu störend sind, b) für die Schadcode-Freiheit garantieren können, und c) diese Anzeigen nicht allzu ressourcenfressend ausfallen. Wenn das sichergestellt ist, wird sich auch kaum jemand beschweren, wenn Werbung eingebunden ist. So, wie es aktuell ist, wirkt es, als mache man die Seiten mit störender, aufdringlicher Werbung bewusst unattraktiv, um Abos zu verkaufen. Das ist ziemlich unsauber.

[ UPDATE ]
Gerade aktuell meldet Heise Online mal wieder einen Fall von Malvertising – also dem Versand von Malware über Werbe-Anzeigen. Betroffen soll ein ganzer Vermarkter sein, die Anzeigen unter anderem bei ebay.de, t-online.de und anderen Seiten eingeblendet worden sein. Wie man das verhindern kann? Indem man selbst den Ad-Server betreibt und genau schaut, was darüber läuft. Oder, auf Anwenderebene, eben die Installation eines Adblockers… und damit bestimmte Seiten nicht mehr besuchen zu können.


Windows 10 mit Gewalt installieren

Ich habe mittlerweile einige Installationen von Windows 10 vorgenommen – sowohl als Upgrade als auch als Clean-Install. Mit einem Laptop, auf dem bislang Windows 7 Home Premium lief, gab es aber richtige Probleme: Das Upgrade brach an unterschiedlichsten Stellen immer wieder ab, eine Installation war nicht möglich. Selbst ein Installationsversuch über einen USB-Stick, der mit dem Media Creation Tool generiert wurde, gelang nicht. Letztlich musste ich das Problem also mit Gewalt lösen…

Ich habe zunächst die Datei gatherosstate.exe aus dem Verzeichnis /sources von der Windows-10-ISO entnommen, in ein eigenes Verzeichnis geworfen und dort ausgeführt. Dadurch wird die Datei GenuineTicket.xml erstellt, welche die für die Upgrade-Berechtigung nötigen Informationen enthält. Diese habe ich gesichert und dann sauber Windows 10 auf dem Laptop installiert. Daten wurden natürlich vorher gesichert und Fragen nach dem Produkt-Key während des Installationsvorganges übersprungen. Als Windows 10 dann sauber installiert war, habe ich die Datei GenuineTicket.xml in das Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\ClipSVC\GenuineTicket kopiert und einen Neustart durchgeführt. Danach war Windows 10 dann aktiviert.

Die „Entdeckung“ dieser Lösung geht übrigens nicht auf mein Konto, sondern auf das eines Reddit-Users. Bleibt für mich die Frage, wieso Microsoft nicht offiziell diese Möglichkeit erwähnt. Mit dem Release der nächsten Version von Windows 10 dürfte das Problem aber ohnehin der Vergangenheit angehören: Wie der aktuellen Insider Preview zu entnehmen ist, lässt sich Windows 10 künftig mit einem upgradeberechtigten Key von Windows 7, 8 oder 8.1 installieren und aktiviert sich direkt. Das soll zumindest solange gelten, wie Microsoft die Möglichkeit zum kostenlosen Upgrade anbietet.


Icon-Abstand in Windows 10 per GPO

Was tun, wenn nach dem Umstieg auf Windows 10 permanent das Telefon klingelt und die Leute sich erkundigen, wie sie den gewohnten Icon-Abstand auf dem Desktop wiederherstellen können? Denn seien wir mal ehrlich: Gerade der vertikale Abstand zwischen den Icons ist enorm hoch gesetzt von Microsoft. Klar, es gibt Tools wie den Desktop Icons Spacing Controller oder auch die Möglichkeit, den Abstand einfach per Registry-Eingriff zu regeln, aber die für Admins einfachste Lösung dürfte es sein, das direkt per Gruppenrichtlinie zu regeln und so an alle User mit Windows 10 auszuliefern. Wie also vorgehen?

Die vorgenommenen Einstellungen im neuen GPO

Die vorgenommenen Einstellungen im neuen GPO

Zunächst erstellen wir ein GPO, das über Benutzerkonfiguration\Einstellungen\Windows-Einstellungen\Registrierung unter HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop\WindowMetrics folgende Registry-Eintragungen vornimmt:
1. IconSpacing bekommt den Wert 100 zugewiesen (Aktion: Aktualisieren)
2. IconVerticalSpacing bekommt den Wert 75 zugewiesen (Aktion: Aktualisieren)
Natürlich gehen auch andere Werte, das sind aber so meine bevorzugten Einstellungen. Weiter geht es mit einem WMI-Filter für dieses GPO, das Windows 10 erkennt. Die Syntax dazu lautet:

SELECT * FROM Win32_OperatingSystem WHERE Version LIKE "10.0%" AND ProductType = "1"

Das ganze Konstrukt verknüpfen wir mit der entsprechenden Organisationseinheit (OU) und beim nächsten Login sollte der Icon-Abstand dann bei den Nutzern wieder passen. Aber Vorsicht: Durch die Änderung werden die Icons erstmal wieder automatisch arrangiert – da muss der Nutzer also nochmal per Hand ran.

Als Lösung würde auch ein Login-Skript funktionieren, das eine entsprechende .reg-Datei ausführt. Den Weg über die Gruppenrichtlinien finde ich aber deutlich eleganter…


Windows 10 und RSAT

Update 27.11.2015:
Mittlerweile gibt es die Remote Server Administration Tools für Windows 10 auch auf Deutsch, damit sollten die Probleme der Vergangenheit angehören. Zum Download bei Microsoft geht es hier.

Ursprünglicher Post:
System-Administratoren wissen die Remote Server Administration Tools (RSAT) zu schätzen. So auch ich – zumindest unter Windows 7. Zwar hat Microsoft mittlerweile die finale Version der RSAT für Windows 10 veröffentlicht, nur installieren konnte ich sie nicht. Der Installer läuft in Sekundenschnelle durch und meldet einen Erfolg, installiert ist jedoch nichts. Ein Problem, das mir einiges Kopfzerbrechen bereitet hat – bis ich auf die Lösung gestoßen bin. Ehre, wem Ehre gebührt: Die Lösung verdanke ich Bents Blog, hier geht es zu dem entsprechenden Beitrag.

Schon vorher hatte ich rausgefunden, dass eine Installation voraussetzt, dass Englisch (US) als Anzeigesprache installiert ist. Nur: Zwar ließ mich Windows dieses installieren, gebracht hatte es aber nichts. Wie auch im Blogpost beschrieben wollte die Anzeigesprache irgendein Update, bekam es aber nicht. Also diese wieder rausgeworfen und dem beschriebenen Weg gefolgt. Grob zusammengefasst:

1. Sprachpaket für Englisch (US) runterladen
2. lpksetup per Eingabeaufforderung starten
3. die entpackte Sprachdatei auswählen und installieren lassen (kann ein paar Minuten dauern)
4. Neustart
5. Installation der RSAT
6. Neustart
7. Weltherrschaft

Na gut, der letzte Punkt war gelogen, der Rest aber lief geschmeidig durch und ich kann nun auch über Windows 10 die RSAT verwenden. Der Weg ist ohne Zweifel umständlich, zumal es mir das halbe Startmenü zerfetzt hat, aber bis es eine deutsche Sprachfassung der RSAT gibt, muss es eben so gehen. Übrigens werden neuerdings einfach direkt ALLE Bestandteile der RSAT installiert – wer da ausmisten will, kann dies wie gewohnt über die Windows-Features machen.


Kuriose Controller-Eigenheiten

Es begann irgendwann Samstag Nacht: Mir fiel auf, dass mein Xbox-One-Pad – obwohl voll geladenes Akku-Pack drin war – gelegentlich einfach ausgegangen ist. Sonntag Mittag nahmen diese Probleme dann Überhand, das Pad ging bei einem Match in NHL 16 immer wieder aus. Auch der Anschluss an das USB-Ladekabel half nur kurz, irgendwann ging gar nichts mehr. Anderes Pad probiert, mit dem gleichen Akku-Pack – alles bestens. Also erstmal Spielpause eingelegt und den scheinbar defekten Controller näher untersucht.

Erste Erkenntnis nach etwas Rumprobieren: Die Xbox-Taste leuchtet bei Druck leicht auf, aber nicht ansatzweise so stark, wie sie es sollte. Also geschaut, wie sich das Pad öffnen lässt. Zum Glück bin ich da im Internet schnell fündig geworden, hatte keine Lust da jetzt groß den Weg selbst rauszufinden. Die Seitenblenden abnehmen, die fünf Torx-Schrauben rausgeschraubt und das Gehäuse abgenommen. Sichtbare Schäden wies das Innenleben keine auf, also direkt mal das USB-Kabel wieder angeschlossen. Und siehe da: Das Pad funktionierte. Mit diesem Skelett in der Hand spielte ich dann nochmal und das Pad spielte mit, es ging nicht mehr aus.

Also das Gehäuse wieder dran, Torx-Schrauben rein und Seitenteile anclipsen. Es funktionierte weiterhin. Bis mir auffiel: Der rechte Trigger war nicht korrekt im Gehäuse und blockierte. Mit etwas sanftem Dtuck habe ich ihn reinbefördert… und das Licht am Xbox-Taster erlosch. Also Seitenteil ab, Pad funktionierte wieder, dann Seitenteil direkt richtig montiert und seither macht das Pad, was es sollte.

Ist vermutlich keine dauerhafte Lösung, eher sowas wie die Ratschläge zum Beheben des Red Ring of Death an der Xbox 360, die einer Voodoo-Session nahekamen. Zur Not muss ich halt auf den zweiten Controller ausweichen und mir einen weiteren als Ersatz zulegen, aber momentan tut es mein Haupt-Controller wieder.


Die Wiedergeburt einer Legende

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an phanzero.org – diese Domain hatte ich früher für meinen „Blog des Wahnsinns„. Irgendwann hatte ich das Interesse daran verloren und die Domain einfach verfallen lassen – sie fiel dann irgendwann Domain Tradern in die Hände und war weg. Ähnliches erlebte ich Jahre zuvor schon mit einer anderen Domain: phanzero.de. Die war nun aber wieder frei und ich habe sie mir direkt geschanppt und diesen Blog hier eröffnet. Ist noch nicht viel zu finden hier, aber das wird schon noch.

Worum soll es hier gehen? Wer den alten Blog kennt, der kennt die Themenwahl schon etwas, daran hat sich auch nicht viel geändert: Videospiele, Programmierung, Technikgeblubber, Nerdstuff, Filme, … was mich halt so interessiert. Wegfallen wird in jedem Fall das „Gebashe“ (O-Ton Nino Kerl) gegen die GamePro – die lese ich seit Jahren nicht mehr, deren Eskapaden sind mir also ziemlich egal. Links zu meinen Artikeln bei GameRadio.de machen auch keinen Sinn mehr, die Seite ist auf Eis gelegt und könnte jeden Tag vom Netz sein. Aber was ich bei LastLife.de treibe, wird hier sicherlich das ein oder andere Mal Erwähnung finden.

Ich lasse das jetzt erstmal hier so stehen. Die Tage werde ich noch die „Über mich“-Seite mit Inhalt füllen, dann habt ihr da ein runderes Bild. Bis dahin, haut rein!