Seit ich meine Schulung zum Fachinformatiker mache, fahre ich täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das bedingt auch mal Wartezeiten an Haltestellen, wo man mit anderen Menschen dann eben auf den Anschluss-Bus wartet. Und dabei kann man halt dann auch mal einige Verhaltensweisen beobachten, die einen verwundern. Eines, das mich seit jeher erstaunt, ist dieses Bedürfnis, wo man geht und steht erstmal hinzurotzen. Warum zum Geier tun Leute sowas?

Beobachtet das mal. Sobald die Leute etwas länger irgendwo stehen oder sitzen, wird auf den Boden gespuckt. Ganz nebenher, als sei das ganz natürliches Verhalten, fast einem Grundbedürfnis gleich. Sobald die gleichen Leute aber in einem geschlossenen Bereich – einem Gebäude oder eben dem Bus – sind, wird dieses (von den meisten Personen jedenfalls) direkt eingestellt. Das ist schonmal ein Indikator dafür, dass es wohl kein Grundbedürfnis nach Ausspucken gibt.

Was ich auf Anhieb zu dem Thema finden konnte, war eine einzige Information: Raucher spucken wohl mehr, da ihre Schleimproduktion erhöht ist. Ein anderer Artikel stellt fünf Thesen auf, warum Fußballer spucken: Als Abschluss eines Spielzugs, aus Aberglaube, Zeichen der Stärke, als Ersatz für das Schwitzen oder Todesverachtung. Selbst wenn eines davon tatsächlich der Grund sein sollte, weswegen der gemeine Fußballer den Rasen vollrotzt, so dürfte all das nicht auf die wartenden Passagiere eines Busses zutreffen. Okay, Todesverachtung vielleicht – man muss schon ein harter Hund sein, allmorgendlich sich dem engumschlungenen Kuscheln mit Fremden zu widmen. Nee, Unsinn…

Aus meiner Sicht ist das ein arg primitives Verhalten, das die ausführenden Personen dumm wirken lässt. Gut, mithin ist das weitere Auftreten gerade von Jugendlichen da auch wenig förderlich, aber gerotzt wird durch nahezu alle Altersschichten, auch das kann also nicht der ausschlaggebende Faktor sein. Bliebe also nur noch die Markierung des Reviers… womit wir wieder bei dem primitiven Verhalten wären. So oder so, es lässt Menschen extrem schlecht aussehen. Zumindest in meinen Augen.