Schlagwort: Xbox One

Endlich wieder Multiplattform!

In der vergangenen Konsolen-Generation hatte ich ja die Vertreter beider Lager bei mir stehen: Microsofts Xbox 360 neben Sonys PlayStation 3. Eigentlich sollte die neue Konsolengeneration bei mir mit einer PlayStation 4 Einzug halten, Amazon hatte bei der Vorbestellung jedoch Mist gebaut und nach einigem Warten habe ich dann aufgegeben und zur Xbox One gegriffen. Letztlich war ich dann doch froh darüber – die Xbox One hatte deutlich mehr Titel, die mich interessierten, allen voran Dead Rising 3, Sunset Overdrive oder auch Forza Horizon 2. Die PS4 bekam ihre für mich interessanten Titel leider erst später – Uncharted 4 (und die Nathan Drake Collection), Ratchet & Clank, etc.

Es war ja klar, dass die PlayStation 4 irgendwann bei mir Einzug halten würde. Mit der Trophy-Aktion, bei der man für verdiente Trophäen auf PlayStation 3 und PlayStation Vita (beide in meinem Besitz) einen Amazon-Gutschein für den Kauf einer PS4 erhalten hat, war es dann soweit. Ich bekam als Gutschrift die maximal möglichen 75€ und suchte bei Amazon nach einem passenden Bundle. Mit Nathan Drake Collection gab es keines, mit Uncharted 4 hingegen schon. Das konnte man aber zum gleichen Zeitpunkt digital auch für deutlich weniger kriegen, also entschied ich mich, mir das Bundle mit No Man’s Sky zuzulegen und Uncharted 4 dafür digital zu erwerben.

Am 12. August war die PS4 samt No Man’s Sky dann hier, schnell noch beim Bruder meiner Freundin InFamous: Second Son ausgeliehen und kurz darauf war auch Uncharted 4 digital erworben. Killzone: Shadow Fall und Tomb Raider hatte ich ebenfalls, zunächst mal war für mich aber das neueste Abenteuer von Nathan Drake wichtig. Das war dann am 14. August auch direkt durchgezockt, nach einer nächtlichen Session. Wider meines Erwarten ein super Spiel, Uncharted 2 bleibt aber klar der König der Reihe!

Mancher mag sich fragen, warum ich beide Konsolen haben muss. Zu Zeiten von GameRadio hätte ich gesagt, um auch ja alles wichtige spielen zu können. Im Grunde gilt das aber auch heute noch – ich will nicht auf Spiele wie Forza Horizon verzichten, aber eben auch nicht auf ein Uncharted. Zum Glück kommt mir da die Ausrichtung der Hersteller sehr entgegen: Eine PlayStation holt man sich für spannende Singleplayer-Abenteuer, Multiplayer-Action auf der Xbox. So war es bei mir in der vergangenen Konsolengeneration und so ist es auch diesmal bislang – was mich auf PlayStation 4 interessiert, sind fast ausschließlich Singleplayer-Spiele. Aber letztlich will ich weder die eine noch die andere Kiste missen.


Alte Spiele überteuert neu aufgelegt

Während die Xbox One gelernt hat, Xbox-360-Spiele zu emulieren (nicht mit Abwärtskompatibilität verwechseln!), hieß es von Sony immer: „Brauchen wir auf der PS4 nicht.“. Warum auch? Man hat ja den Bezahldienst PlayStation Now – PS3-Spiele im Abo per Stream. Durch die Hintertür Star Wars: Battlefront kam dann aber doch noch eine Emulation früherer Titel – von der PS2. An sich kein dummer Zug, immerhin ist die PlayStation 2 eine, wenn nicht DIE erfolgreichste Konsole überhaupt und man kommt PlayStation Now nicht ins Revier.

Sony hielt sich zunächst bedeckt, weitere Titel werden folgen, wann und unter welchen Konditionen blieb offen. Bis jetzt! Die harten Fakten: Spiele wie etwa GTA III kosten dann schonmal 14,99 US-Dollar, man darf also von einem Preis von 14,99 Euro bei uns ausgehen. Aber kein Problem, denn man kann ja einfach die Disk… nee, vergesst es! Wenn ihr GTA III auf Disk besitzt, wird es nicht funktionieren. Okay, dann bekommt man es aber, wenn man die Version im Store für PS3 als Classic erworben hat, oder? Nö, auch nicht. Es gibt keinen Weg, der um die 14,99 Euro herumführt, wenn man GTA III (oder auch GTA: Vice City, GTA: San Andreas oder diverse andere Titel) auf der PS4 spielen will. Man KÖNNTE es mit etwas gutem Willen vielleicht mit den Zusatzfeatures rechtfertigen, die Sony den Klassikern spendiert hat: Trophy-Support, Uprendering auf 1080p und natürlich die PS4-eigenen Features wie Streaming. Und die Spiele laufen bisherigen Beobachtungen zufolge tatsächlich besser als auf der Original-Hardware. Ob das den Preis rechtfertigt, wird wohl jeder mit sich selbst ausmachen müssen. Ich jedenfalls sehe keinen Mehrwert für mich darin, 15 Euro auszugeben, um eine weitere Version der Titel der GTA-Klassiker zu haben.

Umso mehr gefällt mir den Ansatz, den Microsoft bei der Xbox One geht: Besitze ich die Disk, brauche ich diese als Legitimation, ansonsten berechtigt der Besitz des Spieles bei Xbox Live zum Download der Version auf Xbox One. Und da habe ich dann auch die Features der Xbox One drin, also Aufzeichnungen, Streaming, Screenshots, etc. Damit habe ich bereits nochmal Assassin’s Creed II durchgespielt, mich mit Just Cause 2 noch schnell auf Just Cause 3 eingestimmt und einiges mehr nochmal (an)gespielt. Und Zusatzkosten. Und dann denkt man eben auch mal darüber nach, eines der Spiele eventuell doch noch zu erwerben, die jetzt auf der Xbox One laufen und die man nicht besitzt, aber gerne mal spielen wollen würde.

Schade, Sony, aber das ist ein dämlicher Move.


Kuriose Controller-Eigenheiten

Es begann irgendwann Samstag Nacht: Mir fiel auf, dass mein Xbox-One-Pad – obwohl voll geladenes Akku-Pack drin war – gelegentlich einfach ausgegangen ist. Sonntag Mittag nahmen diese Probleme dann Überhand, das Pad ging bei einem Match in NHL 16 immer wieder aus. Auch der Anschluss an das USB-Ladekabel half nur kurz, irgendwann ging gar nichts mehr. Anderes Pad probiert, mit dem gleichen Akku-Pack – alles bestens. Also erstmal Spielpause eingelegt und den scheinbar defekten Controller näher untersucht.

Erste Erkenntnis nach etwas Rumprobieren: Die Xbox-Taste leuchtet bei Druck leicht auf, aber nicht ansatzweise so stark, wie sie es sollte. Also geschaut, wie sich das Pad öffnen lässt. Zum Glück bin ich da im Internet schnell fündig geworden, hatte keine Lust da jetzt groß den Weg selbst rauszufinden. Die Seitenblenden abnehmen, die fünf Torx-Schrauben rausgeschraubt und das Gehäuse abgenommen. Sichtbare Schäden wies das Innenleben keine auf, also direkt mal das USB-Kabel wieder angeschlossen. Und siehe da: Das Pad funktionierte. Mit diesem Skelett in der Hand spielte ich dann nochmal und das Pad spielte mit, es ging nicht mehr aus.

Also das Gehäuse wieder dran, Torx-Schrauben rein und Seitenteile anclipsen. Es funktionierte weiterhin. Bis mir auffiel: Der rechte Trigger war nicht korrekt im Gehäuse und blockierte. Mit etwas sanftem Dtuck habe ich ihn reinbefördert… und das Licht am Xbox-Taster erlosch. Also Seitenteil ab, Pad funktionierte wieder, dann Seitenteil direkt richtig montiert und seither macht das Pad, was es sollte.

Ist vermutlich keine dauerhafte Lösung, eher sowas wie die Ratschläge zum Beheben des Red Ring of Death an der Xbox 360, die einer Voodoo-Session nahekamen. Zur Not muss ich halt auf den zweiten Controller ausweichen und mir einen weiteren als Ersatz zulegen, aber momentan tut es mein Haupt-Controller wieder.